Zu Arbeitsblatt 5: Kevin und Sam im Raster

Zur Konzeption der Aufgabe:

Anknüpfend an die vorhergehende Aufgabe zu TRON: LEGACY, die sich der Gegenüberstellung von virtuellen Welten und realer Welt widmet , liegt der Fokus dieser Aufgabe auf der filmischen Umsetzung der Thematik. Die Schülerinnen und Schüler werden dazu angeregt , den Film sowohl inhaltlich als auch in Bezug auf seine filmsprachlichen Eigenschaften dahingehend zu analysieren, wie der Film den Realitätswechsel darstellt und dramaturgisch nutzt . Außerdem geht es darum, TRON: LEGACY auch hinsichtlich genretypischer Merkmale zu betrachten, das heißt ihn als Science-Fiction-Film einzuordnen.

Sobald sich Sam im Raster befindet , erfährt er unmittelbar seine eigene Machtlosigkeit, beziehungsweise, dass er die hier vorherrschenden Regeln erst kennenlernen muss, um bestehen zu können. Faszinierend scheint er zu finden, dass er „Lichtmotorradrennen“ fahren kann und Diskuskämpfe führen muss. Vor allem aber wird mit der Zeit deutlich, dass der Wechsel der Realitäten für Sam die Chance bedeutet , innerlich zu reifen und sich weiterzuentwickeln. Das Zusammentreffen mit seinem Vater, der ihm so viele Jahre gefehlt hat , bewirkt letztlich, dass er aus der Rolle des Sohns heraustritt , „erwachsen“ und verantwortungsbewusst wird. Nun kämpft er für seinen Vater und am Ende ist er wirklich bereit , sein Leben auch ohne ihn zu leben. Die neu erlangte Reife kommt auch in seiner Entscheidung zum Schluss des Films zum Ausdruck, die Leitung der Firma zu übernehmen.

 

Methodisch didaktische Anmerkungen:

Die Kombination aus Einzel- und Gruppenarbeit soll dazu dienen, den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu lassen, sich zunächst eigenständig auf den Film einzulassen, ihre persönlichen E indrücke zu reflektieren und vor allem auch „ungestört“ ein eigenes Urteil zu entwickeln. Der anschließende Austausch in einer kleinen Gruppe fördert zum einen die Kooperationsfähigkeit und die Fähigkeit , auch andere Eindrücke und Meinungen gelten bzw. auf sich wirken zu lassen. Zum anderen führt der gegenseitige Austausch in der Diskussionsrunde dazu, dass sich der Erkenntnisstand insgesamt erweitert: Die naturgemäß unterschiedlichen Erinnerungen an den Film bzw. an einzelne Szenen werden zusammengetragen und die Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit , sich mit ihren verschiedenen Stärken zu ergänzen.